Ein Kurzbericht mit zentralen Befunden des Deutschen Freiwilligensurveys 2019 (FWS) wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veröffentlicht. Im Jahr 2019 engagierten sich insgesamt rund 28,8 Millionen Menschen freiwillig – das sind knapp 40 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland.

Die Engagiertesten sind die 30- bis 49-Jährigen mit 44,7 Prozent, bei den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der Engagierten bei 42,0 Prozent. Engagement ist attraktiv: In allen Altersgruppen hat der Anteil der freiwillig Engagierten seit 1999 zugenommen, am stärksten jedoch bei Menschen ab 65 Jahren. In dieser Altersgruppe ist die Engagementquote von 18,0 Prozent im Jahr 1999 auf 31,2 Prozent in 2019 gestiegen.

Erstmals seit 1999 gibt es beim Engagement im Vergleich zwischen Männern und Frauen keinen signifikanten Unterschied. Frauen engagierten sich 2019 genauso häufig wie Männer - Frauen im Jahr 2019 mit 39,2 Prozent und Männern mit 40,2 Prozent.

Am häufigsten engagierten sich die Menschen in den Bereichen Sport und Bewegung (13,5 Prozent), Kultur und Musik (8,6 Prozent), im sozialen Bereich (8,3 Prozent) sowie Schule und Kindergarten (8,2 Prozent).

Der Freiwilligensurvey widmet sich auch dem Thema Digitalisierung. Das Internet ist beim Thema Engagement ein organisatorisches Werkzeug, hilft bei der Vernetzung, Bekanntmachung oder Beratung.

Weitere Ergebnisse des Kurzberichts gibt es hier: Kurzbericht Deutscher Freíwilligensurvey 2019

Der Deutsche Freiwilligensurvey ist eine repräsentative Befragung zum freiwilligen Engagement in Deutschland, die sich an Personen ab 14 Jahren richtet und seit 1999 im fünfjährlichen Abstand erhoben wird. Seit Ende 2011 liegt die wissenschaftliche Leitung beim Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA). Die Befragungen 2014 und 2019 wurden von infas – Institut für angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt. Der Deutsche Freiwilligensurvey wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.